
steirischerherbst ’26 – Four Walls and a Roof (2024)

Lina Majdalanie & Rabih Mroué
Performance
1947 sagte Bertolt Brecht in den USA vor dem antikommunistischen Ausschuss für unamerikanische Umtriebe aus. Die absurden Fragen, die er beantworten musste, bilden die Basis dieser ergreifenden und gefeierten Inszenierung von Lina Majdalanie & Rabih Mroué. Sie beleuchten Brechts Schicksal vor dem Hintergrund ihrer eigenen Emigration, des weltweiten Aufstiegs der Rechten und der zunehmenden Einschränkung der Meinungsfreiheit. Henrik Kairies ergänzt mit Liedern von Brecht und Hanns Eisler am Klavier den minimalistisch-humorvollen Ansatz des Duos. Zu Recht hinterfragt ihre Performance, wie frei und offen die liberale Demokratie ist, in der wir heute leben.
Lina Majdalanie (1966, Beirut, Libanon) und Rabih Mroué (1967, Beirut, Libanon) arbeiten seit 1990 gemeinsam als Theaterregisseur:innen, Darsteller:innen und Dramatiker:innen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht die Frage, wie Gesellschaften und Individuen mit Wahrheit, Zeug:innenschaft und den Ideologien umgehen, die politische und soziale Realitäten prägen – insbesondere in Kontexten von Konflikten, Krieg und umstrittener Geschichte. Ihre Produktionen wurden auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert und vielfach ausgezeichnet. Zuletzt erhielt das Duo den Theaterpreis Berlin 2026. Majdalanie und Mroué leben in Berlin.
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Englisch mit deutschen Übertiteln
100 min
Regie und Performance: Lina Majdalanie und Rabih Mroué
Text: Lina Majdalanie und Rabih Mroué mit Auszügen aus Texten von Bertolt Brecht
Pianist, Komponist und Sänger: Henrik Kairies
Dramaturgie: Sandra Noeth
Lichtdesign und technische Leitung: Thomas Köppel
Österreichische Erstaufführung
Eine Koproduktion von Festival d’Automne, Paris; CENTQUATRE-PARIS; Künstler*innenhaus Mousonturm, Frankfurt am Main; Residenz – Schauspiel Leipzig; HAU Hebbel am Ufer, Berlin; Berliner Festspiele – Performing Exiles; Kampnagel, Hamburg; Kunstenfestivaldesarts, Brüssel, und FFT Düsseldorf
Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien
Foto: © Christophe Berlet