
MeimageDance Performance

New Paradise of Silent Island & Renaissance of Its Ashes
„New Paradise of Silent Island“ stellt Taiwan und seine kulturelle Identität in den Mittelpunkt. Koloniale Erinnerungen und Volkskultur verschmelzen zu einer lebendigen kulturellen Fantasie. Handschuhpuppen, Puppen, Anime und traditionelle Tempelprozessionen verbinden sich zu einer poetischen Welt, die zugleich magisch und tief in Taiwans lokaler Kultur verwurzelt ist – ein eindrucksvolles Bild von Hybridität, Widerstandskraft und Wandel.
Inspiriert von taiwanischen Tempelumzügen beginnt das Werk mit „Prelude to the Paradise of Silent Island“. Tänzer*innen schweben hoch über Kunstsinstallationen, während Klang und Bewegung die Grenzen des traditionellen Theaters aufbrechen. Das Publikum wird Teil eines geheimnisvollen und zugleich ausgelassenen „Pseudo-Rituals“, in dem Illusion und Realität miteinander verschmelzen.
Anschließend thematisiert „Barbie’s Monologue“ den Blick auf den weiblichen Körper und dessen Selbstobjektivierung. Den Abschluss bildet „Embracing the Days“, das durch Bewegung und Alltagsgeräusche das Nebeneinander von Schatten und Lebenskraft in Taiwan sowie das Zusammenspiel von Erinnerung und Überleben erfahrbar macht.
Das Werk wurde 2006 im Nationaltheater Taipeh uraufgeführt und eröffnete 2022 als Festaufführung das Taipei Performing Arts Center.
Mit:
CHAN, PEI-HSUAN | CHAO, HSIN | CHEN, YI-TING | HSIEH, KUANG-YU | JHOU, HAN-WEI | LI, CHUN | LI, YI-HUA | LIN, YIN-TING | LO, YU-CHING | YANG, I-CHUN
Choreographer: HO, HSIAO-MEI | Music Design: CHEN, YANG (Original Production) /Betty Apple (revised version) | Lighting: LIU, EN-TING / TSAO, AN-HUEI (Original Production) | Costume Design: YU, CHENG-ZONG, HSU, YU-CHIA (revised version) | Props Designer: Hozen Plan Co., LTD / Shin Sheng Opera Troupe
Technical Director: LIU, EN-TING | Production Manager: CHEN, PENG | International Touring: LAI, SHU-CHUN Touring Photographer: KANG, CHENG-YUEH | Producer: FANG, YI-LUN
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„Renaissance of Its Ashes“ nutzt den Körper als Medium für einen interkulturellen Dialog zwischen östlichen und westlichen Weltbildern. Zwischen Glauben und Spiritualität wechselnd, verbindet das Werk die körperlich verankerten Erinnerungen des Choreografen an taiwanische taoistische Rituale mit der allegorischen Bildwelt des niederländischen Malers Hieronymus Bosch. So untersucht es, wie unterschiedliche Kulturen auf die universellen Fragen menschlicher Existenz antworten.
Zur Musik des dritten Satzes der „Sinfonie der Klagelieder“ des polnischen Komponisten Henryk Górecki entfaltet sich eine Choreografie, die sich intensiv mit den Themen Sterblichkeit, Mitgefühl und Sinn auseinandersetzt. Musik und Bewegung erschaffen gemeinsam einen spirituellen Übergangsraum zwischen der irdischen Welt und dem Jenseits – einen Ort für Trauer, Wandlung und Hoffnung, an dem der Körper der Tänzer*innen zum Träger von Erinnerung und Emotion wird.
Anstatt Ost und West gegenüberzustellen, verwebt „Renaissance of Its Ashes“ Körper, Ritual und Musik zu einer gemeinsamen Erzählung. Das Werk zeigt, wie Menschen über kulturelle Grenzen hinweg mit Tod, Erinnerung und Hoffnung umgehen und verweist damit auf eine verbindende menschliche Erfahrung.
Das Werk entstand 2019 als Auftragsproduktion des National Performing Arts Center – National Theater & Concert Hall Taiwan.
Mit:
CHAN, PEI-HSUAN | CHEN, YI-TING | JHOU, HAN-WEI | LI, CHUN | LIN, YIN-TING | LO, YU-CHING | YANG, I-CHUN
Choreographer: HO, HSIAO-MEI | Stage Design: WANG, SHIH-HSIN | Costume Design: YU, CHENG-ZONG Music Design: LIM GIONG, HSU POINT | Lighting Designer: LIU, EN-TING / DENG, CHENG-WEI | Technical Director: LIU, EN-TING | Production Manager: CHEN, PENG | International Touring: LAI, SHU-CHUN | Touring Photographer: KANG, CHENG-YUEH | Producer: FANG, YI-LUN
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Über die künstlerische Leiterin HO Hsiao-Mei
HO Hsiao-Mei wird seit Langem als „Meisterin der Erschaffung surrealer Imaginationen“ gefeiert. Ihre Arbeite zeichnet sich durch ihre Vielfalt, körperliche Erforschung und eine kraftvoll lebendige Ästhetik aus – eine Verbindung aus Taiwans zeitgenössischer Energie und femininer Ausdruckskraft. Ihre wegweisenden Werke – „New Paradise of Silent Island“, „Renaissance of Its Ashes“ und „The Lost Limbo“ – verbinden Ritual, Technologie und lokale Kultur miteinander. Ho erhielt 2016 den National Arts Award Taiwans und gründete 2023 das Dance Asia Now Festival, das sich der Förderung des kreativen Austauschs und des kulturellen Dialogs zwischen asiatischen Choreograf*innen und Tänzer*innen widmet.
Ihr frühes Werk „Three“ wurde von der The New York Times für „seinen unverwechselbaren Stil, der den Körper als Sprache sprechen lässt“ gelobt. Ihr jüngstes VR- und Tanzprojekt „The Lost Limbo“, das beim Kunstfest Weimar gezeigt wurde, erhielt von dessen künstlerischem Leiter Rolf C. Hemke die Anerkennung: „Ein taiwanisches Tanzwerk, das in der Verbindung von Thema, Technologie und künstlerischem Ausdruck erstaunliche Höhen erreicht …“
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Über MeimageDance
MeimageDance wurde 2010 unter der künstlerischen Leitung von HO Hsiao-Mei gegründet und ist für seine innovative Verbindung von Choreografie, Technologie und asiatischer kultureller Identität bekannt. 2011 initiierte das Ensemble das Projekt New Choreographer, das im Ausland lebende taiwanische Künstler*innen einlädt, „nach Hause zurückzukehren“ und neue Werke zu schaffen. Seit 2023 ist das Ensemble gemeinsam mit Japan und Korea Mitbegründer des Dance Now Asia Festivals und baut damit ein grenzüberschreitendes asiatisches Tanznetzwerk auf.
Die Arbeiten von MeimageDance wurde bei renommierten Veranstaltungen wie dem Ars Electronica, SXSW, dem Kunstfest Weimar, der Roppongi Art Night, den Theatre Olympics und der Internationalen Tanzmesse NRW präsentiert. Damit hat sich MeimageDance als eine dynamische Kraft des zeitgenössischen asiatischen Tanzes etabliert.
Im Rahmen ihrer Europatournee im Herbst 2026 wird das Ensemble erstmals in der Helmut-List-Halle in Graz (Österreich), am Opole Theatre in Opole (Polen) sowie im METTRIN Arts Centre in Ungarn auftreten.
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Die Aufführung wird unterstützt von Taiwans Außenministerium, Taiwans Kulturministerium sowie der National Cultural Association of Taiwan (NCAT).
Foto: © Junghwan Kim