HELMUT-LIST-HALLE
  
  Home » Die Halle » Architektur
SucheNewsletterswitch to English     
   
   
 
  

Diese Halle vereint die flexible Bespielbarkeit des Raumes mit der dafür notwendigen akustischen Qualität.

Nicht nur für
Graz oder für die Steiermark stellt
die Helmut-List-Halle
etwas Besonderes dar. Christian Muthspiel
 



 

Architektur

„Es ist anzunehmen, dass ein Neubau weder so reibungslos noch mit jener Großzügigkeit in Raumhöhe und Volumen durchzusetzen gewesen wäre,
die der Helmut-List-Halle nicht nur den sympathisch-unaufgeregten Ausdruck von guter Industriearchitektur erhält, sondern sie nebstbei
zum Aushängeschild bester städtischer Baukultur werden lässt.“
(Karin Tschavgova, Spectrum, März 2003)



Architekt Markus Pernthaler trägt der feingliedrigen Stahlfachwerkkonstruktion der um 1950 errichteten Industriehalle und
der damit verbundenen industriellen Vergangenheit in nur zehn Monaten Bauzeit mit den hauptsächlich verwendeten Materialien Glas, Stahl
und Beton Rechnung.

 
Durch den Einsatz von viel Glas unter der Aludecke
mit originalen Fachwerkträgern wirken das FOYER wie der Backstagebereich transparent, leicht und luftig. Die großflächige Lichtwand direkt gegenüber dem Eingang, die Farben von Gelb
bis Violett durchläuft, harmoniert bestens. 
 
 
© 1-6 Gerald Liebminger; 7 Andrea Plank



Die Veranstaltungshalle selbst betritt man durch doppelte Türen –
eine der Voraussetzungen für Studioqualität, die sogar CD-Aufnahmen in der Halle ermöglicht – und diese präsentiert sich durch Einsatz von Vollholz
und Metall als kompakter Körper.

Schwingend von der Decke abgehängt ist eine Leimbindekonstruktion,
die aus überlappenden Vollholzelementen besteht. Dies begünstigt 
ein perfektes Eigenresonanzverhalten und verbessert das Schwingungs-
verhalten und die Klangqualität. Ebenso garantiert dieses Vorgehen
eine höhere Belastbarkeit als die vorhandene Stahlkonstruktion.

© 1,3,4 Andrea Plank; 2,5,6 Gerald Liebminger; 7+8 Büro Arch. DI Markus Pernthaler



Die Außenwände sowie die Bodenkonstruktion bestehen aus mehreren Schalen. Dadurch werden die notwendigen physikalischen und bauakustischen Werte garantiert. Ebenso werden Beeinträchtigungen
durch Schallwellen, vor allem des direkt benachbarten Bahnhofs, verhindert.

© Andrea Plank

Die HALLE
wird zum FOYER und zum Backstagebereich mit zwei gefalteten Sichtbetonwänden begrenzt.
Die beiden 14 Meter hohen Wände
sind gefaltet, da sie selbsttragend
sein müssen und sich dadurch die Oberfläche und der Absorptionsanteil vergrößern. 



Eine gläserne Haut umschließt den Veranstaltungsraum
und die dazugehörige Technik. Diese integriert an der Südseite der
HELMUT-LIST-HALLE eine Photovoltaik-Anlage mit transluszenten Solarzellen, deren Gesamtfläche 350 m² beträgt. Durch diese Anlage wird im Jahr circa 26.000 kWh elektrische Energie in das öffentliche Netz eingespeist.
Über Displays im Eingangsbereich der HELMUT-LIST-HALLE werden die aktuellen Werte zur Tageseinstrahlung, Tagesertrag, Gesamtertrag
und CO2-Vermeidung angezeigt.

© 1 Gerald Liebminger, 2 Andrea Plank



Der Backstagebereich gestaltet sich durch die große Glasfläche sehr
hell und beinhaltet neben der gesamten Haustechnik auch das Tonstudio,
das nicht nur Tonaufnahmen, sondern auch Live-Übertragungen
in Spitzenqualität ermöglicht.

Im ersten Obergeschoß sind Büroräumlichkeiten und Künstlergarderoben untergebracht.

created @ wukonig.com
 

HELMUT-LIST-HALLE, Waagner-Biro-Straße 98a, 8020 Graz, Österreich
Fon +43.316.584 260, Fax +43.316.584 211, info@helmut-list-halle.com | Anfahrtsplan